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Als "Kölsch Määdsche" bin ich in einem Kulturraum aufgewachsen, dessen Bewohner ihre Heimat für den Mittelpunkt der Welt halten.
Die Sprache und die Ausdrucksweise der "wilden Völker" südlich von Bonn waren uns fremd. Lediglich um die Karnevalszeit drangen aus Mainz fremdländische Laute aus dem Lautsprecher des Fernsehgeräts. Daher brachten wir alles, was seine Ursprünge südlich der Ahr hatte, mit dem Mainzer Karneval in Verbindung.

Erst als ich meinen Mann - einen gebürtigen Hunsrücker - kennen lernte, begann ich zu verstehen, dass es zwischen der Sprache der Rheinhessen und dem Ripuarisch meiner Heimat noch einen weiteren Kulturraum gibt - geprägt vom lieblichen Tal der Mosel mit seinen steilen Weinbergen und dem angrenzenden Schiefergebirge.

Wenngleich ich nie verstanden habe, warum die Menschen der moselfränkischen Region ihre eigene Sprache wie die Norddeutschen als "Platt" bezeichnen, so habe ich mich bei ihnen auf Anhieb wohl gefühlt.

Inzwischen weiß ich:
Moselfränkisch spricht man im Siegerland, im Westerwald, in einem Teil des Rheinlandes, an der Mosel, in Teilen von Hunsrück und der Eifel, in Luxemburg und im Saarland. Durch Emigranten ist diese Sprache außerdem nach Siebenbürgen und einige Teile von Brasilien gelangt.

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